Bewahren & verändern, mitwirken & einmischen

DIESE SEITE WIRD ZURZEIT ÜBERARBEITET. Der Werkbund Rheinland-Pfalz hat sich für seine Arbeit in den kommenden drei Jahren ein Schwerpunktthema gesetzt, aus dem sich eine Reihe von Aktivitäten entwickeln werden. Für deren konkrete Ausgestaltung sucht der Werkbund das Gespräch mit Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Kultur.

Unser Prinzip: Einfachheit

Die gegenwärtige Krise beschränkt sich nicht auf die Finanzwirtschaft. Sie geht tiefer. Sie ist eine Folge zu großer, nicht mehr beherrschbarer Komplexität, unregulierbarer Mechanismen; untransparenter Entscheidungsabläufe und undurchschaubarer Risiken. Vertrauen wurde verspielt, vielerorts herrscht Ratlosigkeit.

Der Werkbund sieht Chancen in der gegenwärtigen Lage zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Er plädiert seit jeher für ein Gestaltungsprinzip der Einfachheit und Klarheit. Die Entwicklung komplexer Systeme und Lösungen muss nicht nur logisch sein, sondern auch einfach und verstehbar. Nur wenn dieses Prinzip der Einfachheit, Verständlichkeit und Transparenz wieder zum Maßstab gesellschaftlichen Handelns werden gelingt es, verlorenes Vertrauen neu aufzubauen.

Dies betrifft alle Gestaltungsaufgaben, vom Gebrauchsgegenstand über die Schrift und das Bild im öffentlichen Raum, die Gestaltung der gebauten Umwelt und Technik bis zur fortschreitend sich entwickelnden Kulturlandschaft, deren Teil wir sind. Wir planen für 2009 - 2011 Aktivitäten, in denen sich die Vorteile der Rückbesinnung auf das Wesentliche im ganzheitlichen Zusammenhang erleben lässt. Für diese Aktivitäten suchen wir Unterstützung und wir bieten als unabhängiger und interdisziplinärer Werk-Bund unsere Unterstützung an.

Unsere Tradition: 100 Jahre in Deutschland, 30 Jahre in Rheinland-Pfalz

Der Werkbund Rheinland-Pfalz hat sich seit seiner Gründung 1979 über dreißig Jahre in vielfältiger Weise fachlich engagiert und kritisch zu aktuellen Fragen Stellung genommen. Einige Beispiele:

Unser Thema: Kulturlandschaften Rheinland-Pfalz

Unser Land ist keine Metropolenregion. Das überwiegend linksrheinische Gebiet zwischen dem historischen Obergermanien und Gallien ist westeuropäisch-fränkisch geprägt. Es ist reich an Gestaltqualitäten im ländlichen Raum mit seinen historischen Siedlungsformen in flussgeprägten Landschaften. Die unterschiedlichen Kulturräume in Rheinland-Pfalz sind das sensible Zeugnis eines reichen kultur- und naturhistorischen Erbes. Das empfindliche Gleichgewicht unserer städtischen und ländlichen Räume ist deshalb immer wieder durch technische Entwicklungen gefährdet, vielerorts bereits gestört.

Der Werkbund Rheinland-Pfalz möchte dazu beitragen, den Charakter dieser flussgeprägten Landschaften, ihre markanten historischen Ortsbilder sowie das umfassende kulturelle und historische Erbe zu bewahren und sensibel weiterzuentwickeln. Den aktuellen Anforderungen und Aufgabenstellungen begegnet der Werkbund mit zeitgemäßen Lösungswegen und Gestaltungsmitteln.

Insbesondere für das Mittelrheintal wird der Werkbund Rheinland-Pfalz weiterhin Vorschläge entwickeln, die an der Ästhetik der Reduktion orientiert sind. Durch eine Konzentration aufs Wesentliche wollen wir die kontrollierte und koordinierte Entwicklung dieser Welterberegion voranbringen. Daneben werden andere Landschaftsräume in den Blickpunkt gerückt, deren Gestaltqualitäten unterschätzt werden. Diesem Kernthema „Stadt-Land-Fluss in den Kulturlandschaften von Rheinland-Pfalz“ sieht sich der neue Vorstand für die Zeit seiner dreijährigen Wahlperiode in besonderer Weise verpflichtet.