Veranstaltungsreihe „Findet Stadt!“ zur Woche der Baukultur in Mainz
Die Woche der Baukultur in Mainz, 18.-27. Juni, widmet sich in diesem Jahr der Zukunft der Stadtentwicklung und wirft gleichzeitig einen Blick zurück auf die Geschichte der Baukultur. „Findet Stadt!“ heißt die Veranstaltungsreihe der Architektenkammer Mainz/Bingen, und diskutiert werden soll über die Entwicklungschancen der Stadtplanung angesichts – und trotz – leerer Kassen.
Horizonte: Unter diesem bundesweiten Motto will der Tag der Architektur erneut den Blick auf das lenken, was ohnehin nicht zu übersehen ist: das zeitgenössische Bauen.
„Baukultur – Spiegel gesellschaftlichen Wandels“
- Vortrag von Dr.-Ing. Dr. h.c. Werner Durth, Professor TU Darmstadt, Mitglied im Deutschen Werkbund Hessen
- Freitag, 18. Juni 2010, 17.00 Uhr
- Markthäuser Korbgasse 6/Ecke Korbgässchen
Baukultur ist nicht dasselbe wie schöné Architektur. Sie ist vielmehr, so sieht es der Autor des gleichnamigen Standardwerks, Werner Durth, der „Spiegel gesellschaftlichen Wandels“. In einem informativen und unterhaltsamen Vortrag zeigt der renommierte Darmstädter Architektursoziologe markante Stationen der Bauhistorie auf und erzählt die Geschichte unserer Städte von der Reichsgründung 1871 bis heute, illustriert mit Beispielen der Mainzer Baukultur.
„Mainz nach 1945 – Stadtplanung zwischen Vision und Wirklichkeit“
- Vortrag von Dr.-Ing. Rainer Metzendorf, Architekt und Stadtplaner, Mitglied im Deutschen Werkbund Rheinland-Pfalz
- Mittwoch, 23. Juni 2010, 18.00 Uhr
- Markthäuser Korbgasse 6/Ecke Korbgässchen
Keine andere Stadt in Rheinland-Pfalz wurde im Zweiten Weltkrieg so sehr zerstört, so umfassend und gleichzeitig so kontrovers überplant wie Mainz. Zahlreiche Stadtplaner und Architekten, darunter Namen von internationalem Rang, lieferten unterschiedlichste Vorschläge für den Wiederaufbau der neuen Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz. 25 Jahre brauchte diese Stadt, um ihre baulichen Kriegsschäden einigermaßen zu bereinigen. 25 Jahre Mainzer Stadtplanung im Spannungsfeld von Visionen, Politik, Wirtschaft und Tagesgeschäft. (Siehe auch einen Slidecast dieses Vortrags vom 25. Februar 2010.
Hinweis zur Fußball-Weltmeisterschaft: Nach dem Vortrag wird im selben Raum das Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft auf einer Leinwand übertragen.
„Mainz 2030 – Ein Plan für die Zukunft oder kein Geld für Visionen?“
- Gesprächsrunde zur Zukunft der Stadtentwicklung
- Donnerstag, 24. Juni 2010, 18.00 Uhr
- Markthäuser Korbgasse 6/Ecke Korbgässchen
- Mit Anne Luise Müller, Leiterin Stadtplanungsamt, Köln
- Dr. Ulrich Soénius, Geschäftsführer IHK, Köln
- Dr.-Ing. Michael Denkel, AS&P, Frankfurt
- Richard Patzke, Hauptgeschäftsführer IHK Mainz
- Günther Tartter, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Mainz
- Marianne Grosse, Beigeordnete, Dezernat für Bauen, Denkmalpflege und Kultur, Mainz
- Thomas Dang, Architekt, Sprecher Kammergruppe Mainz/Mainz-Bingen
- Moderation: Reinhard Hübsch, SWR
Nach einführenden Kurzreferaten der Kölner Kollegen – Anne Luise Müller vom Stadtplanungsamt und Ulrich Soénius von der IHK – sowie von Michael Denkel vom Planungsbüro AS&P zum Kölner Masterplan moderiert der SWR-Journalist Reinhard Hübsch die Gesprächsrunde über die Zukunft der Mainzer Stadtentwicklung: Quo vadis Mainz? Braucht Mainz ein Gesamtkonzept für die nächsten 20 Jahre? Und wer soll das bezahlen?
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