Valy Wahl: Obsession in Schwarz 

Bis 1. April 2010 in Mainz: Male­rei von Valy Wahl. Freies Gestal­ten und Zeich­nen waren die Fächer, die Valy Wahl (Künst­ler­name Valy Schmidt-Heinicke) wäh­rend ihrer Pro­fes­sur an der FH Mainz im Fach­be­reich Gestaltung/Studiengang Design mit Verve ver­trat. Als Initia­to­rin inter­na­tio­na­ler Koope­ra­tio­nen waren die Städte Valen­cia und Prag – mit dem Pro­jekt „Figur­ama“ — über meh­rere Jahr­zehnte mit ihrem Wir­ken als Pro­fes­so­rin ver­bun­den. Viel­fäl­tige lokale Initia­ti­ven führ­ten sie u.a. an die FH in Wies­ba­den. Aus­stel­lun­gen mit ihren eige­nen Wer­ken prä­sen­tierte die Künst­le­rin bis­her in Mainz, Kai­sers­lau­tern, Valen­cia, Prag, Kato­wice und Bratislava.

Mit der Aus­stel­lung „Obses­sion in Schwarz“ prä­sen­tiert Valy Wahl erst­mals einen Kunst­kom­plex, der Unge­wöhn­li­ches in dich­ter Arbeits­reihe umfasst. Es ist ein sur­rea­les Sze­na­rio, das in mensch­li­chen Figu­ra­tio­nen, in Anlei­hen an Misch­we­sen, in Meta­mor­pho­sen schwelgt. Schre­cken pur ist da ins Bild gesetzt: Hände mutie­ren zu gefähr­li­chen, kral­len­ähn­li­chen For­men. Die Künst­le­rin stößt damit in eine Kunst­re­gion, die nicht als Deko­ra­tion taugt, son­dern die aus psy­cho­lo­gi­schen Kräf­ten, Vor­stel­lun­gen, Alp­träu­men – auch Obses­sio­nen – wächst. Sie öffnet mit ihrer Male­rei ein Fens­ter zu einer ande­ren Welt. Fins­ter­nis als Ursprung alles Hel­len, die Inten­si­tät von Weiß sti­mu­lie­rend: Rest­flä­chen in Weiß erschei­nen noch hel­ler, wenn sie von schwar­zen For­men umzin­gelt sind. Ein Blick auf mög­li­che kunst­his­to­ri­sche „Vor­fah­ren“ die­ser „schwar­zen Kunst“ führt zu einer Reihe von Künst­lern, die phantastisch-dämonische Wesen ebenso ins Bild bann­ten wie fürch­ter­li­che, in Alp­träu­men gebo­rene Visionen.

Kura­tor: Dr. Otto Mar­tin. Aus­stel­lungs­ort: Main­zer Volks­bank, MVB-Forum, 55116 Mainz, Neu­brun­nen­straße 2. Öffnungszeiten:

  • Mon­tag, Diens­tag, Don­ners­tag 8 Uhr 15 bis 18 Uhr
  • Mitt­woch, Frei­tag 8 Uhr 15 bis 13 Uhr


Der Ein­tritt ist frei.


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25. Februar 2010
Autor: Stefan von den Driesch