Hellerau und die Gartenstadtbewegung 

In einer Aus­stel­lung im Main­zer Rat­haus und einem Vor­trag wer­den Geschichte und aktu­elle Ent­wick­lung von Hel­lerau leben­dig: Die 1909 bei Dres­den gegrün­dete erste deut­sche Gar­ten­stadt sollte ein von der Lebens­re­form gepräg­ter Orga­nis­mus sein, der die Ein­heit von Woh­nen, Arbeit, Kul­tur und Bil­dung ermög­licht. Renom­mierte Archi­tek­ten der dama­li­gen Zeit, allen voran Richard Rie­mer­schmid, plan­ten und rea­li­sier­ten eine voll­stän­dige Wohn­sied­lung für 345 Arbei­ter­fa­mi­lien – mit den „Deut­schen Werk­stät­ten für Hand­werks­kunst“ als Arbeits­stätte, Geschäf­ten und Pra­xen, Schule und Festspielhaus.

Von der ers­ten Idee zur Grün­dung von Hel­lerau 1906 über die Zeit zwi­schen den Welt­krie­gen und nach 1945 bis zur heu­ti­gen Zeit bie­tet die Aus­stel­lung ihren Besu­chern ein fas­zi­nie­ren­des Pan­orama deut­scher Kul­tur­ge­schichte des 20. und des begin­nen­den 21. Jahr­hun­derts. Der Vor­trag von Werkbund-Mitglied Dr. Rai­ner Met­zen­dorf am Don­ners­tag, 30. Sep­tem­ber, 18 Uhr, illus­triert mit zahl­rei­chen Bil­dern den Anspruch von Hel­lerau als „Gebaute Lebens­re­form“ sowie die Wur­zeln die­ser Sied­lung in der eng­li­schen und deut­schen Gartenstadtbewegung.

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22. August 2010
Autor: Stefan von den Driesch