Der Hopfengarten - einer der zentralen Plätze der Mainzer Altstadt - soll sich von einem unansehnlichen Parkplatz in einen attraktiven, lebendigen Bürgertreffpunkt verwandeln. Der Werkbund Rheinland-Pfalz engagiert sich in der zu diesem Zweck gegründeten Initiative Hopfengarten und entwickelte die städtebauliche und Nutzungskonzeption.
Im Sinne der Bürger und des Stadtleitbilds von Mainz waren dabei folgende Ziele maßgeblich:
- Der Platz muss vom ruhenden und fließenden Verkehr befreit werden. Dies ist mit dem neuen Parkhaus am Südbahnhof möglich. Für Kurzzeit-Parker können in Verlängerung der Augustinergasse etwa sechs Kurzzeitparkplätze vorgesehen werden.
- Der Platz soll einen wassergebundenen Belag (mit Verdichtungsmittel) erhalten, um dem ökologischen Gedanken der „Agenda 21“ Rechnung zu tragen.
- Die großen, schattenspendenden Platanen sollen erhalten bleiben.
- Am westlichen Ende des Platzes soll ein kleiner Musikpavillon im Stile des ehemaligen Pavillons auf dem Schillerplatz errichtet werden. Im Untergeschoss des Pavillons soll ein Stuhllager für Veranstaltungen vorgesehen werden.
- Als Platzabschluss soll eine Bebauung an der Weißliliengasse erfolgen, die im Erdgeschoss eventuell geeignete Gastronomien aufnehmen könnte und zwei großzügige Durchgänge zur Weißliliengasse erhalten soll. Der noch gültige Bebauungsplan von 1986 (A 183) lässt eine solche Bebauung zu.
- Alle Einrichtungen des Platzes sollen behindertengerecht, familienfreundlich und kommunikationsfördernd sein.
- Vor dem Hintergrund der optimalen Infrastruktur des Platzes und seiner Umgebung (Kinderspielplatz im Innenhof Hopfengarten 15/17) soll hier Generationsübergreifendes Wohnen möglich sein.
- Auf dem Platz sollen viele Aktivitäten stattfinden, die in Mainz noch keine Heimat haben und die Ruhe des Platzes nicht beeinträchtigen.
Der Hopfengarten hat für Besucher von Mainz eine besondere Bedeutung, erschließen sich doch von hier fußläufig die neuen touristischen Höhepunkte am Altstadtrand: das Museum für antike Schifffahrt, die Zitadelle und das Römertheater.
Mehr zum Thema auf den Webseiten der „Initiative Hopfengarten“.