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	<title>Kommentare zu: Eine Vision: Rheinburgen – Lebensraum der Zukunft</title>
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	<description>Rheinland-Pfalz</description>
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		<title>Von: Emil Hädler</title>
		<link>http://www.dwbrlp.de/kanis-kolumne/rheinburgen-lebensraum#comment-7194</link>
		<dc:creator>Emil Hädler</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 23:06:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[lieber Herr Kanis,
ich habe mal den Anfang gemacht, auf Ihre Kolumne zu antworten. Vielleicht entspinnt sich hier ja eine Debatte. Danke f&#252;r Ihren Brief an Minister Lewentz, den dieser immerhin beantwortet hat. Mir antwortet er gar nicht, hat keine Zeit f&#252;r ein Gespr&#228;ch. Kann jemand Ministerpr&#228;sident werden wollen, der sich dem Gespr&#228;ch mit engagierten B&#252;rgern verweigert?

Es braucht in der Tat Visionen im Mittelrheintal, aber keine technischen mit Seilbahnen, Br&#252;cken oder schwebenden Stra&#223;enbahnen. Die n&#228;mlich w&#252;rden das Tal wirklich ramponieren. In der Sache sind wir uns ja einig: Die f&#252;nf Loreleyst&#228;dte m&#252;ssen in einem Mittelrheinkreis zusammengefasst aufeinander zu, nicht von einander weg entwickelt werden, wie das absurderweise derzeit geschieht. Die Br&#252;cke fehlt nicht &#252;ber den Rhein, sondern in den K&#246;pfen - immer noch, obwohl doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit dem Kirchturmdenken abgeschworen wird.

Die f&#252;nf Seiten aus der aktuellen &quot;Denkmalpflege&quot; von Sch&#252;ler-Beigang geben soetwas wie die offizielle Position der Denkmalpflege zum 10j&#228;hrigen Welterbe Mittelrhein wieder. Da er&#246;ffnen sich ziemlich viele Baustellen f&#252;r ein Werkbund-Engagement, von den Windr&#228;dern in der Pufferzone angefangen, &#252;ber drei Luxushotels auf dem Loreleyfelsen bis eben zum Verkehr im Rheintal und dem administrativen Absurdistan der Kreise und Verbandsgemeinden. Man muss in den Siedlungskernen anfangen und die Landschaft als OUV (Outstanding Universal Value) im Sinne der UNESCO stabilisieren und entwickeln. Mit Ihren Vorschl&#228;gen zur rhein&#252;bergreifenden Bahnen schie&#223;en Sie da &#252;bers Ziel hinaus und tun Ihrer Absicht einen B&#228;rendienst. Diese Bahnen sind nicht so dezent, wie ein Drahtseil es vermuten l&#228;sst. Das kann man in Koblenz sehen - obwohl ich diese Bahn zum Ehrenbreitstein dort richtig finde. Aber schon die Talstation vor der St. Kastor-Kirche zeigt, wie so etwas daneben gehen kann. Auch diese Gondeln sind nicht dezent, sondern schwebende Brocken. Es w&#228;re schon viel gewonnen, wenn die vorhandene Eisenbahn mit ihren Bahnh&#246;fen und die F&#228;hren zu einem leistungsf&#228;higen Verbund incl. der Schifffahrt und einem Fahrradverleihsystem entwickelt werden k&#246;nnten. Davon ist man im Tal meilenweit entfernt.

Fordern wir lieber die leisen L&#246;sungen. 
Die lauten kommen von selber.

nix f&#252;r ungut 
und mit viel Sympathie f&#252;r Ihren unerm&#252;dlichen Eifer.

Ihr, Emil H&#228;dler]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber Herr Kanis,<br />
ich habe mal den Anfang gemacht, auf Ihre Kolumne zu antworten. Vielleicht entspinnt sich hier ja eine Debatte. Danke für Ihren Brief an Minister Lewentz, den dieser immerhin beantwortet hat. Mir antwortet er gar nicht, hat keine Zeit für ein Gespräch. Kann jemand Ministerpräsident werden wollen, der sich dem Gespräch mit engagierten Bürgern verweigert?</p>
<p>Es braucht in der Tat Visionen im Mittelrheintal, aber keine technischen mit Seilbahnen, Brücken oder schwebenden Straßenbahnen. Die nämlich würden das Tal wirklich ramponieren. In der Sache sind wir uns ja einig: Die fünf Loreleystädte müssen in einem Mittelrheinkreis zusammengefasst aufeinander zu, nicht von einander weg entwickelt werden, wie das absurderweise derzeit geschieht. Die Brücke fehlt nicht über den Rhein, sondern in den Köpfen — immer noch, obwohl doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit dem Kirchturmdenken abgeschworen wird.</p>
<p>Die fünf Seiten aus der aktuellen „Denkmalpflege“ von Schüler-Beigang geben soetwas wie die offizielle Position der Denkmalpflege zum 10jährigen Welterbe Mittelrhein wieder. Da eröffnen sich ziemlich viele Baustellen für ein Werkbund-Engagement, von den Windrädern in der Pufferzone angefangen, über drei Luxushotels auf dem Loreleyfelsen bis eben zum Verkehr im Rheintal und dem administrativen Absurdistan der Kreise und Verbandsgemeinden. Man muss in den Siedlungskernen anfangen und die Landschaft als OUV (Outstanding Universal Value) im Sinne der UNESCO stabilisieren und entwickeln. Mit Ihren Vorschlägen zur rheinübergreifenden Bahnen schießen Sie da übers Ziel hinaus und tun Ihrer Absicht einen Bärendienst. Diese Bahnen sind nicht so dezent, wie ein Drahtseil es vermuten lässt. Das kann man in Koblenz sehen — obwohl ich diese Bahn zum Ehrenbreitstein dort richtig finde. Aber schon die Talstation vor der St. Kastor-Kirche zeigt, wie so etwas daneben gehen kann. Auch diese Gondeln sind nicht dezent, sondern schwebende Brocken. Es wäre schon viel gewonnen, wenn die vorhandene Eisenbahn mit ihren Bahnhöfen und die Fähren zu einem leistungsfähigen Verbund incl. der Schifffahrt und einem Fahrradverleihsystem entwickelt werden könnten. Davon ist man im Tal meilenweit entfernt.</p>
<p>Fordern wir lieber die leisen Lösungen.<br />
Die lauten kommen von selber.</p>
<p>nix für ungut<br />
und mit viel Sympathie für Ihren unermüdlichen Eifer.</p>
<p>Ihr, Emil Hädler</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Emil Hädler</title>
		<link>http://www.dwbrlp.de/kanis-kolumne/rheinburgen-lebensraum#comment-7193</link>
		<dc:creator>Emil Hädler</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 22:31:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um die Strukturen im Welterbe Mittelrheintal muss in der Tat gef&#252;hrt werden - gerade jetzt, wo das Land sich anschickt, eine Gebietsreform auf den Weg zu bringen. Dabei spielen f&#252;nf Loreleyst&#228;dte eine Schl&#252;sselrolle: Bacharach, Kaub, Oberwesel, St. Goar und St. Goarshausen. Diese f&#252;nf St&#228;dte im Herzen des Mittelrheintals oberhalb und unterhalb der Loreley liegen in drei Landkreisen. Sie blicken nach Ingelheim (Bacharach), nach Simmern in den Hunsr&#252;ck (Oberwesel und St. Goar) und nach Bad Ems (Kaub und St. Goarshausen). In diesen f&#252;nf St&#228;dten werden drei verschiedene Lokalzeitungen gelesen. In diesen f&#252;nf St&#228;dten, jede nur 5 bis 7 km von der anderen entfernt, mit zwei F&#228;hren zur Rheinquerung komfortabel ausgestattet, gibt es keinen Verkehrsverbund. Sie wissen nichts voneinander, stehen R&#252;cken an R&#252;cken und bilden doch in der Wahrnehmung der Besucher das Herzst&#252;ck des Welterbes Mittelrheintal. Um diese f&#252;nf St&#228;dte einander zuzuwenden brauchen wir keine mechanischen Instrumente wie Br&#252;cken, Seilbahnen oder &quot;schwebende Stra&#223;enbahnen&quot;. Sie sollten administrativ und politisch EINE Stadt bilden mit F&#220;NF historischen urbanen Zentren von herausragender Identit&#228;t und Qualit&#228;t. Hier verspielt das Land Rheinland-Pfalz eine einmalige Chance, Kernidentit&#228;t als Markenzeichen im Weltkulturerbe zu entwickeln. Die B&#252;rger wissen das schon lange. Es w&#228;re zu w&#252;nschen, da&#223; diese Sehnsucht der B&#252;rger diesseits und jenseits des Rheins auch im zust&#228;ndigen Ministerim des Inneren ankommt. Es ist die Br&#252;cke in den K&#246;pfen die fehlt, nicht die Br&#252;cke &#252;ber den Rhein.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Strukturen im Welterbe Mittelrheintal muss in der Tat geführt werden — gerade jetzt, wo das Land sich anschickt, eine Gebietsreform auf den Weg zu bringen. Dabei spielen fünf Loreleystädte eine Schlüsselrolle: Bacharach, Kaub, Oberwesel, St. Goar und St. Goarshausen. Diese fünf Städte im Herzen des Mittelrheintals oberhalb und unterhalb der Loreley liegen in drei Landkreisen. Sie blicken nach Ingelheim (Bacharach), nach Simmern in den Hunsrück (Oberwesel und St. Goar) und nach Bad Ems (Kaub und St. Goarshausen). In diesen fünf Städten werden drei verschiedene Lokalzeitungen gelesen. In diesen fünf Städten, jede nur 5 bis 7 km von der anderen entfernt, mit zwei Fähren zur Rheinquerung komfortabel ausgestattet, gibt es keinen Verkehrsverbund. Sie wissen nichts voneinander, stehen Rücken an Rücken und bilden doch in der Wahrnehmung der Besucher das Herzstück des Welterbes Mittelrheintal. Um diese fünf Städte einander zuzuwenden brauchen wir keine mechanischen Instrumente wie Brücken, Seilbahnen oder „schwebende Straßenbahnen“. Sie sollten administrativ und politisch EINE Stadt bilden mit FÜNF historischen urbanen Zentren von herausragender Identität und Qualität. Hier verspielt das Land Rheinland-Pfalz eine einmalige Chance, Kernidentität als Markenzeichen im Weltkulturerbe zu entwickeln. Die Bürger wissen das schon lange. Es wäre zu wünschen, daß diese Sehnsucht der Bürger diesseits und jenseits des Rheins auch im zuständigen Ministerim des Inneren ankommt. Es ist die Brücke in den Köpfen die fehlt, nicht die Brücke über den Rhein.</p>
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		<title>Von: Hellmut Kanis</title>
		<link>http://www.dwbrlp.de/kanis-kolumne/rheinburgen-lebensraum#comment-6839</link>
		<dc:creator>Hellmut Kanis</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 16:34:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Diese Vision wurde inzwischen auch dem Deutschen Werkbund mit der Bitte um Diskussion und Abw&#228;gung zugestellt - dieses Durchdenken wurde zugesagt.
Von einer anderen Stelle brachte man in den letzten Tagen unter Hinweis auf Koblenz eine Touristen-Seilbahn zwischen neu zu erbauenden Gro&#223;hotels auf beiden Seiten am Loreleyfelsen ins Gespr&#228;ch - solche einseitigen und punkthaften Attraktionen t&#246;ten die Idee einer beidseitigen, gemeinsam bewohnten und gestalteten Landschaftsstadt - die Loreley ist nur ein Teil des Welterbes Mittelrheintal - dieses Erbe muss von den Bewohnern und Planern als „Gemeinschaftssiedlung&quot; erkannt und anerkannt werden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Vision wurde inzwischen auch dem Deutschen Werkbund mit der Bitte um Diskussion und Abwägung zugestellt — dieses Durchdenken wurde zugesagt.<br />
Von einer anderen Stelle brachte man in den letzten Tagen unter Hinweis auf Koblenz eine Touristen-Seilbahn zwischen neu zu erbauenden Großhotels auf beiden Seiten am Loreleyfelsen ins Gespräch — solche einseitigen und punkthaften Attraktionen töten die Idee einer beidseitigen, gemeinsam bewohnten und gestalteten Landschaftsstadt — die Loreley ist nur ein Teil des Welterbes Mittelrheintal — dieses Erbe muss von den Bewohnern und Planern als „Gemeinschaftssiedlung“ erkannt und anerkannt werden.</p>
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