Stadtbild-Störung . Stadtbild-Zerstörung

 

21.06.13 | Kanis . Mai 2013 weiter ↦


Stadt und Friedhof

 

01.03.13 | style="text-align: right">Kanis . Februar 2013 Die Vorstellungen von einem Friedhof werden meist noch von der Idylle eines lebenslang intakten Dorfgeschehens mit der Kirche und dem Friedhof – und Gasthof - im Mittelpunkt geprägt. Heute stellt sich für Dorf und Stadt die Pflichtaufgabe, für alle Bürger, gleich welcher Herkunft und Glaubens, eine letzte Ruhestätte sicherzustellen, es stellt sich den Kommunen ganz nüchtern eine Friedhof-Verwaltungsaufgabe und damit auch das Problem der Kosten und der Wirtschaftlichkeit. Dabei haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten Tradition und Bestattungskultur im großen Stil verändert und gewandelt, neben der ausschließlich vorgesehenen Erdbestattung haben sich Krematorium, Einäscherung und Urnenbestattungen vielfach durchgesetzt. Der Wunsch, für Urnen auch innerhalb strenger Friedhofsordnungen einen grabsteinfreien, stillen Ruheort zu finden, ist im Wachsen, - darüber hinaus steigern und vermehren sich Vorstellungen und Wünsche nach Beisetzungen in Friedwäldern und durch Seebestattungen. Diese Entwicklung, verstärkt durch den Trend zu kostengünstigen Urnengräbern, führt dazu, dass Friedhöfe in der jetzigen Art und Form ein die Gemeindekassen belastendes Defizit erwirtschaften und dass, wie von der Fachhochschule Erfurt festgestellt und erforscht, auf 3200 Friedhöfen in der Bundesrepublik 2012 etwa 15000 Hektar „Überhangflächen“ entstanden. Schon wird darüber nachgedacht, ob man diese nicht genutzten Flächen der Friedhöfe veräußern oder für Sportplätze oder Kleingartenanlagen freigeben soll. Ja, es lohnt sich, nachzudenken, - über der Allgemeinheit dienende Aufgaben nachzudenken: eine Kommune, eine Stadt, hat u.a. die Aufgabe ausreichend Grün- und Erholungsflächen, Flächen für Sport, Gärten und Freizeit anteilgemäß auszuweisen und zur Verfügung zu stellen und der städtebaulichen Ausrichtung dienende Bäume baumgerecht zu pflanzen und insgesamt zu unterhalten. Diese Flächen und Begrünungsmaßnahmen haben zudem die Aufgabe und Funktion als „Grüne Lungen“ den Bewohnern der Stadt zu dienen, - diese Funktion haben die bisher getrennt verwalteten Friedhöfe aber auch, - auch als soziale Begegnungsräume. Da stellt sich die Frage: Warum sind Friedhöfe nicht Teil einer Gesamt-Grün-Planung, - warum werden nicht alle „Grünlungen“ von einer fachbesetzten Stelle, einem Amt, geplant, betreut, gepflegt, unterhalten und zugänglich gemacht? Warum nimmt man den Friedhöfen nicht die oft als abweisend empfundene Steifigkeit und den einseitigen Charakter der „Heiligen Stätte“, - warum bindet man Friedhofsanlagen nicht als „Stätten der Stille“ in allgemeine Parkanlagen übergehend als sozialen Begegnungsraum ein? Warum bedient man sich nicht der heutigen Technik und richtet Terminals ein, die über die Personen und deren Leben und Geschichte Auskunft geben? Schilder, Tafeln und diese Technik würden auch den Vorstellungen von einem einzelparzellen- und grabsteinfreien „Hain des Gedenkens“ entsprechen und durch den Rückzug in die Gemeinschaft von Baumbestattungen  – nicht in Anonymität – Raum für einen naturbelassenen Grünbereich geben, - langzeit einen Bereich der Stille und Besinnung für Trauernde und verschiedenste Besucher schaffen. Die Bürger hätten sicher Verständnis für eine von ihnen mitgetragene grundsätzliche Finanzierung der Grünflächen, - mit einer Zuzahlung bei der jeweiligen Beerdigung. Ja, es lohnt sich, nachzudenk weiter ↦


R h e i n g o l d “

 

16.02.13 | der Kaniskolumne „Rathausgedanken“ vom 26. November 2012 steht: „Vor allen Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen am Gebäude selbst muss ein Rettungsversuch und Lösung der durch den Anbau der Rheingoldhalle entstandene Platzmisere  durchgeführt werden: Der Rathausplatz zwischen Kaufhaus, Rathaus und Rheingoldhalle muss durch eine Wiederrichtung einer – möglichst breiten – Brückenverbindung und einer Stegverbindung hinter dem Eisernen Turm „abgerundet“ und für einen Rundgang rollstuhlgerecht ausgebaut und vervollständigt werden, - der Eiserne Turm muss dabei sorgfältig eingebunden  seinen „festen Platz“ finden. Die Plattform des Rathausplatzes könnte so zu einer Art „Pausenhof“ für Veranstaltungen im Rathaus und der Rheingoldhalle, - sie könnte durch eine Landungsstegverbindung zu einem Empfangs-Freiraum für Gäste, --- mit einer Konzert- und Bühnenmuschel zu einem „Theaterplatz am Rhein“  werden. Das Rathaus - und damit auch die Plattform - könnte eine Vorfahrt erhalten.“   Die  heutige Meldung der Zeitungen in Mainz, dass das durch den unglücklichen Anbau der Rheingoldhalle ins Abseits abgedrängte Restaurant auf dem Rathausplateau schließen musste, zeigt und bestätigt, dass generell über eine Belebung des gesamten Platzraumes zwischen Rheingoldhalle, Kaufhausfront und Rathaus nachgedacht, eine bürgernahe und gästefreundliche Gestaltung angerstrebt und eine städtebauliche Lösung, die eine Nutzung auch während der Baumaßnahmen am Rathaus ermöglicht,  erdacht und ausgeführt werden muss,- b e v o r  mit der Reparatur und Sanierung des Rathauses begonnen wird !   &nb weiter ↦


Ein Rathaus, — das Rathaus von Mainz II

 

08.02.13 | style="text-align: right">09. Februar 1974 weiter ↦


ZUKUNFT

 

08.02.13 | Blick auf Mainz Noch ist unbestimmt und unklar, wohin diese alte, ehrwürdige Stadt am Rhein steuert, es ist fraglich und noch nicht absehbar, ob sie zukunftssicher gesteuert wird. Wo liegt also die Zukunft, - die Zukunft unserer Stadt: sie liegt eindeutig in dem menschbezogenen und menschenzugewandten Ausbau der „Unterstadt“, - in der Entwicklung hin zu einem Fußgänger- und Einkaufsbereich, einem zusammenhängenden innerstädtischen Bereich zum vielseitigen Einkauf, erholsamen Aufenthalt, zum verkehrsfreien Flanieren und zum freundlichen Empfang von Gästen - auch von den Schiffen - , - bis hin am und zum Rhein. Dazu gehört die Beseitigung des „brutalen“ Verkehrsstromes in der Rheinstraße und in der Rheinallee und des Autoverkehrs aus der Großen Bleiche, die Entlastung und Entbindung der Theodor-Heuß-Brücke als verkehrskonzentrierende mittige Verbindung zwischen Kastel und Mainz, die Schaffung einer die innerstädtischen Bereiche entlastenden Verbindung – als Tunnel – zu den neuen Wohn- und Gewerbegebiet auf der Kasteler Seite im Bereich und im Zusammenhang mit der Neuordnung und Bebauung im Zollhafenbereich, der Weiterbau der Westverbindung des Hauptbahnhofes unter (Teil) Inanspruchnahme des bisherigen Freibereiches des Paketpostgeländes, die Festlegung und der Ausbau von „Auffang-Parkhäusern“ am Rande der verkehrsbefreiten Innenstadt, am Römischen Bahnhof Schaffung einer behindertengerechten Verbindung hinauf zur Oberstadt und langfristig die Entlastung des Mainzer Ringes vom Durchflutungsverkehr und die Rückführung auf die eigentliche Entlastungsaufgabe für die Innenstadt durch eine Abfangstrecke im Bereich Wörrstadt zu einer Autobahnbrücke bei Nierstein bis zum Verteiler Gross-Gerau für das Ballungsgebiet Rüsselsheim, Frankfurt und Darmstadt. Wenn hierfür die Planungsziele verläßlich und weitsichtig ausgerichtet werden und dabei über eine moderne und verbesserte Mobilität mit dem heutigen und zukünftigen Möglichkeiten nachgedacht und diese vorausgesetzt und konsequent eingeplant werden, dann - und dann erst – kann auch der Aus- und Umbau eines innerstädtischen Teilbereiches mit einem neuen „Einkaufs-Zentrum aus einer Hand“ nachgedacht und die erforderliche Kleinteiligkeit und Erschließungsvielfalt durchdacht und stadtgerecht beschlossen werden. Dieses vielgliedrige, in die Umgebung behutsam und rücksichtsvoll einfügende, das Leben auf den Plätzen, Straßen und Gassen der Stadt förderndes „Gestalten aus einer Hand“ kann dann stadtdienlich sein, wenn diese offenen Flanierbereiche durchgängig im weiten Umfeld wettbewerbsbegleitend mitgeplant und mit der Stadt verbindlich abgestimmt werden. Das Modernisieren und Vergrößern eines bestehenden Kaufhauses sollte dazu führen und die Auflagen bekommen, dass k e i n  weiteres Parkhaus und Parkflächen für Autos entstehen und dafür die Gelder, die für die nach der jetzigen Satzung  für Parkhausplätze erforderlich  werden würden, für den Ausbau der „Auffang-Parkhäuser“ am Rande der Innenstadt genutzt  und die Anschaffung und Unterhaltung von City-Elektro-Zubringer-Fahrzeugen für z.B. 2 – 6 Personen ermöglicht werden, - erst dadurch sind auch Leihfahrräder, Rikschas und andere Einzelfahrzeuge sinnvoll einzuordnen. Die Ludwigsmeile sollte vom Omnibusverkehr und auch von den jetzigen Pavillons befreit,  in voller Breite erhalten und als ein sonnenheller, mit Ständen und bewirtschafteten Ruhezonen ausgestatteter Bereich ein wuselndes „südländisches“ Leben ermöglichen und „historische“ Gassen auf beiden Seiten miteinander verbinden. Wenn eine Stadt den festen Willen und die Kraft auch zum Gestalten der Außenbereiche, der „Bereiche zwischen Bauwerken und Häusern“, ideenvoll und sorgsam aufbringt, den Strom mit einbezieht und Bäume sinnvoll zu pflanzen versteht, kann einer menschbezogenen Entwicklung getrost entgegengesehen werden: Mainz hat Zukun weiter ↦


Das respektierte Rathaus IV — 2

 

17.12.12 | pekt hat noch nichts mit Liebe zu tun,- Respekt gegenüber einem Gebäude hat etwas mit dem Umgang, der Belegung und der Nutzung zu tun, Respekt hat etwas mit Geist und Haltung zu tun. Das Rathaus in Mainz – geliebt oder gescholten – stellt eine Persönlichkeit dar, eine Persönlichkeit, die Respekt verlangt - und verdient, - der Umgang mit so einer Persönlichkeit verlangt ein Eingehen und Rücksichtnahme auf Eigenheiten und auf  „Kanten und Ecken“. Wenn so ein Gebäude  behutsam gepflegt und saniert werden muss, dann sollte „den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts angepasst werden“. Zu den Bedürfnissen gehört  die Freundlichkeit den Bürgern gegenüber,- gehört Helligkeit und Weiträumigkeit, - nicht der Zwang, mehr Nutzfläche,  mehr Mitarbeiter und Arbeitsplätze auszuweisen. Das Rathaus in Mainz  verlangt neben der Repräsentation, dass es funktional genutzt und „bewohnt“ wird: Bei der Belegung hat die Form und Eigenart des Gebäudes Vorrang, - bei der Überprüfung der bei einer Sanierung sich ergebenden Möglichkeiten kann sich herausstellen, dass tatsächlich mehr als bisher Mitarbeiter/innen untergebracht werden können, - erst danach, - bei der Belegungsuntersuchung kann von zwei Grundsätzen ausgegangen werden: 1.)     Alle Fassaden bleiben so, wie sie sind 2.)     im Innenhof kann die Fassade und auch der Hofraum geändert werden Zu 1.)  Eine klare Trennung der beiden Flügel. 1.1  mittlere Empfangshalle, Lichthöfe zur Plattform zu   ( A ) 1.2  mittlere Empfangshalle, Lichthöfe zum Innenhof zu.  ( B ) 1.3  teilweise Wegfall der Flure und dafür beidseits belichte Großräume Zu 2.)  Großräume zum Innenhof durch Vorziehen der Fassadenfront 2.1  Klare Flügeltrennung mit je einem Großraum ( A ) 2.2  Wie vor, aber mit einer Hofform-Variante        ( B ) 2.3  Diese Form des Hofes mit „Großräumen Total“ Im Erdgeschoss kann oder muss sogar überprüft werden, ob sich die Einteilung der Ausstellungshalle bewährt hat oder ob die Halle „freier“ gestaltet werden soll weiter ↦


Das respektierte Rathaus IV

 

12.12.12 | pekt hat noch nichts mit Liebe zu tun,- Respekt gegenüber einem Gebäude hat etwas mit dem Umgang, der Belegung und der Nutzung zu tun, Respekt hat etwas mit Geist und Haltung zu tun. Das Rathaus in Mainz – geliebt oder gescholten – stellt eine Persönlichkeit dar, eine Persönlichkeit, die Respekt verlangt - und verdient, - der Umgang mit so einer Persönlichkeit verlangt ein Eingehen und Rücksichtnahme auf Eigenheiten und auf  „Kanten und Ecken“. Wenn so ein Gebäude  behutsam gepflegt und saniert werden muss, dann sollte „den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts angepasst werden“. Zu den Bedürfnissen gehört  die Freundlichkeit den Bürgern gegenüber,- gehört Helligkeit und Weiträumigkeit, - nicht der Zwang, mehr Nutzfläche,  mehr Mitarbeiter und Arbeitsplätze auszuweisen. Das Rathaus in Mainz  verlangt neben der Repräsentation, dass es funktional genutzt und „bewohnt“ wi weiter ↦


RATHAUSGEDANKEN III

 

26.11.12 | N A C H G E D A C H T   .    V O R G E D A C H T Vor allen Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen am Gebäude selbst muss ein Rettungsversuch und Lösung der durch den Anbau der Rheingoldhalle entstandene Platzmisere  durchgeführt werden: Der Rathausplatz zwischen Kaufhaus, Rathaus und Rheingoldhalle muss durch eine Wiederrichtung einer – möglichst breiten – Brückenverbindung und einer Stegverbindung hinter dem Eisernen Turm „abgerundet“ und für einen Rundgang rollstuhlgerecht ausgebaut und vervollständigt werden, - der Eiserne Turm muss dabei sorgfältig eingebunden  seinen „festen Platz“ finden. Die Plattform des Rathausplatzes könnte so zu einer Art „Pausenhof“ für Veranstaltungen im Rathaus und der Rheingoldhalle, - sie könnte durch eine Landungsstegverbindung zu einem Empfangs-Freiraum für Gäste, - mit einer Konzert- und Bühnenmuschel zu einem „Theaterplatz am Rhein“  werden. Das Rathaus - und damit auch die Plattform - könnte eine Vorfahrt erhalt weiter ↦


DIE RHEINFRONT . RATHAUS V

 

22.11.12 | R E P A R A T U R  U N D   S A N I E R U N G Mainz besitzt ein aus dem architektonischen Nachkriegs-Allerlei herausragendes Gebäude, - das Rathaus, - ein Rathaus, das bei großen Teilen der Bevölkerung  -  bei vielen „Ur-Mainzern“ – keine Zuneigung oder gar Liebe  gefunden hat, - das Gebäude und das „Drumherum“. Als sich 2009 wesentliche Bauschäden und schleichende Verfallserscheinungen zeigten und 2012 nach 40 Jahren die Kosten für Reparaturen und Sanierung bekannt wurden, verfielen und verfallen manche in einen kopflosen Aufschrei bis hin zu dem Verlangen und der Forderung nach Abriss des Gebäudes und der ganzen Anlage. Nun wird aber so schnell ein unter Denkmalschutz stehendes, weit über die Grenzen der Stadt hinaus als Besonderheit und als in seiner Einzigartigkeit respektiertes und geachtetes Gebäude auch wiederrum nicht „platt gemacht“. E s  s t e h t   S a n i e r u n g   a n. Wenn aber in großem Stil saniert wird, dann wächst leicht die Versuchung, dem ganzen Gebäude ein neues „Design“ zu geben und auch das Innere völlig neu auszurichten, auszubauen und zu gestalten, - es wächst die Versuchung, neue Wünsche, Vorstellungen und Forderungen dazwischenzuschieben und mit finanzieller Mehrkostentarnung zu verschleiern, - so, wie z.B. wenn statt der vorhandenen, gestaltgebenden Fassadengitter neue, elektromotorisch bewegbare und verschieden verstellbare Sonnenschutzgeräte entwickelt, gefertigt und eingebaut werden sollen oder wenn vorgeschlagen wird, statt die vorhandene Rampe auf der Rheinseite mit geringem Kostenaufwand mit Treppenstufen zu belegen, zusätzlich zu der vorhanden und viel benutzten  „Cafe-Treppe“ aus der intakten, dem Rathausgebäude zugeordneten „Bastion“ und Garagen-Mauerwand der Plattform eine aufwendige Treppenanlage herauszubrechen und  eine  „Prachttreppe“ zu Lasten der Nutzung der Garage anzulegen und herzustellen Auf der anderen Seite ist es vor jeder Gebäudesanierung unerlässlich und erforderlich, „das Umland“ und die Plattform zu beleben und zu versuchen, den Vorbau-Eingriff  wenigsten einigermaßen wieder mit dem Platzgefüge ins Gleichgewicht zu bringen. Dazu gehört z.B., dass der nach hinten zum Rhein verschobene Eingang und auch der Zugang zum Rathaus, die gesamte Plattform und der Rhein von den mit Aufzügen auszustattenden Omnibushaltestellen an der Quintinsstrasse besucherfreundlich – auch für Rollstuhlfahrer – wieder, möglichst wettergeschützt, einladend erreichbar werden, - dass ein überdachter Omnibus-„Bahnhof“ entsteht, der auch hinter den beiden Türmen eine Verbindung zum Einkaufszentraum auf dem Brand schafft. An und auf dem mehr oder weniger breiten Verbindungssteg könnte eine den Blick zum Rhein freigebende Gastronomie angesiedelt und angeboten werden , - an die Rheinseite der Plattform vor dem Rathaus könnte ein Landungssteg zur offiziellen Schiffsanlegestelle und Gäste auf die mit einem Stadtmodell ausgestattete Freifläche zwischen Rheingoldhalle und Rathaus  und dann zum Brand, Dom und Theater führen. Die Sanierung des Rathauses selbst muß sorgfältig durchdacht mit schonender Hand  - zugeneigt und liebevoll – angegangen und durchgeführt werden, - Den Ablehnern und Erhaltungsgegnern – Gefängnisbau, Beamte hinter Gittern – muß behutsam eine positive Sicht auf den Wert des Gebäudes eröffnet und vermittelt werden. Gebäude und Fassaden Der kompakte Kubus des Dreieckbaues bildet „.. keine monumentale Baumasse als Blickfang, sondern das Gebäude (steht) als Raumbegrenzung des Rathausplatzes, als begrenzender Teil einer großartigen Szenerie, die durch das Gebaute den notwenigen Rahmen erhält….“  . ( Prof. Jürgen Goedecke. 1974 ). Den verschieden ausgebildeten Fassaden und Fronten ist eines gemeinsam: Ruhe, Form und Haltung gebenden Gestaltungsgitter. Diese Beschränkung auf nur zwei Gestaltungselemente – Wandflächen und Gitter – sind Mittel der Zurückhaltung und Noblesse. Die als Schleier eingesetzten feststehenden Ordnungsgitter lassen große Glasflächen ohne Aufdringlichkeit und dahinter ohne Aufgeregtheit viele Nutzungsvarianten der Räume zu, - sie vermitteln, sichern und erhalten eine gestalterische Einheit und Erscheinungsbild, - sie haben keine – oder nur geringe – Sonnenschutzfunktionen. Dadurch wurde und wird aber an manchen Fronten und Teilen der Fassaden zu bestimmten Zeiten ein wirksamer Sonnenschutz vermisst und dieser vehement eingefordert. Dieser der gestalterischen Einheit Beständigkeit gebenden Gestaltung würden sinnwidrig und mit extrem hohen Kosten verbunden „Neudesign-Maßnahmen“ , die eine Demontage und dafür im Austausch stark pflegebedürftige und unterhaltungsintensive elektomotorisch betriebene „mechanischen Sonnenlamellen“ vorsehen,  diametral entgegenstehen. Mit wenig Kostenaufwand lässt sich dagegen der fehlende Sonnenschutz dort, wo er gebraucht wird, durch Lamellenstores zwischen den Glasflächen und dem Gitter ohne Änderung des Fassadenbildes ergänzen und montieren. Der Umgang mit einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ist nicht einfach, - nicht immer kann alles so bleiben, wie es ist, - manches hat sich bewährt, - manches muss den Bedürfnissen und der Entwicklung folgend angepasst werden. Immer gilt aber , Respekt und Achtung gegenüber der Grundidee und Ausdrucksform zu behalten und zu halten, - die äußere Erscheinung ist dabei weitgehenst unantastbar. Im Inneren dagegen – insbesondere bei der Grundhaltung: - äußere Abschirmung, innere Flexibilität - kann und sollte der Nutzung und den Bedürfnissen gegenüber Rechnung getragen werden, - unter Berücksichtigung von Stil und Haltung. Räume und Flure Die innenliegenden Flure und die „durch die Gitter verdunkelten“  Räume stehen in der Kritik. In beiden Fällen ist nach Ursache und Wirkung zu fragen, - Eine dem Gebäude auferlegte Überbelegung verhinderte und behindert, dass für die sparsam ausgewiesenen Innenflure  nach außen Verbindung schaffende und Tageslicht hereinholende „Lichthöfe“ entstehen, -  sie könnten und können erstehen. Die Kritik an den „zu dunklen Räumen“ läuft ins Leere, weil durch Belichtungsmesssungen nachgewiesen werden kann, dass diese Wahrnehmung und Eindruck nur auf eine momentane Blendung bei dem Betreten der Räume beruhen: die Räume sind bis zum Boden in ganzer Breite verglast, - hierfür und zur Gliederung der Fassade stehen die Stützen weit auseinander, was wiederum zur Folge hat, dass hohe Stürze vor der Raumdecke erforderlich werden und zu sehen sind. Diese Stürze werfen einen langen Schatten auf die hellgestrichenen Decken, sodass eine Verdunklungswirkung entsteht. Im Falle des Rathauses kommt hinzu, dass währender der Bauzeit der Betriebsrat eine Vollklimatisierung durchgesetzt hatte, sodass nach und aufgrund  einer entsprechenden Umplanung  große, verhältnismäßig  hohe Klimatruhen vor die bis zum Boden reichende Außenglaswand gesetzt wurden. Der Eintretende wird so – die Decken und die Fußböden werden beschattet und „verdunkelt“-  von einer Art „Sehschlitz“ geblendet – und greift automatisch nach dem Lichtschalter. Auch hier ist ohne große Schwierigkeiten Abhilfe zu schaffen: da das Gebäude von der veralteten und gesundheitsschädlichen Klimaanlage befreit werden soll, können und müssen auch die Truhen abmontiert und entfernt,  die Untersicht der Stürze bis zu ca. 1/3 der Räume mit einer untergehängten lichtreflektierenden Decke weitergeführt und der dadurch entstehende Hohlraum zur Verlegung der für die Heizung erforderlichen und bisher fehlenden Installations-Leitungen genutzt werden. Diese und andere Verbesserungen und Sanierungsmaßnahmen können übersehbar verhältnismäßig kostensparsam durchgeführt werden, - Die beklagten hohen Wärmeverluste des Gebäudes sind weitgehend den großen Glasflächen zuzuschreiben und können beim Auswechseln mit zu öffnenden Fensterflügeln minimiert werden. Ob und wie die geschlossenen Außenwandflächen nachgedämmt werden müssen und ob sich diese Maßnahme langfristig rechnet, muss gründlich untersucht, abgewogen und nachgewiesen werden, - das gilt auch für die Fassadenplatten und deren Konstruktion. Grundlegende Untersuchungen bedarf aber auch die Belegungs- und Nutzungsfrage. Diese weitreichenden Untersuchungen sind unerlässlich, - vorher. Großzügigkeit kann hierbei durchaus auch zur Sparsamkeit führen. Mainz kann sein Rathaus behalten, - Mainz kann stolz darauf se weiter ↦


M A I N Z . M A I N Z E R . R A T H A U S I

 

21.11.12 | rong>Rückblick    .     Gedanken    .      Hinweise      .     Anregungen Die im Zeitungs- und Beilagen-Artikel „Die kristalline Form“ auch erste Kritik aufnehmende  Besprechung des neuen Rathauses vom Dezember 1973 des Verfassers dieser Kolumne kam zu dem Ergebnis und endete mit der in Frageform gestellten Feststellung: „… wird man nicht bald von dem Dom, dem Schloß  u n d  dem Rathaus sprechen, wenn man Mainz meint ?.. So kam es auch, - Mut und Wagnis wurden belohnt und fanden Anerkennung , - bei Historikern, Fachleuten und in den Medien – außerhalb von Mainz. Nur Mainzer, - viele Mainzer – versagten dem „kräftigen stolzen Bau ohne falsche Monumentalität“ ( Arne Jacobsen ) - den kühlen kristallinen Bau – ihre Zuneigung und Liebe, sie nahmen den gesamten Baukomplex „da vorn am Rhein“  nicht an. Warum dies so war und ist, verlangt ein Nachdenken ohne Voreingenommenheit, - kein Nachhakeln, sondern ein kühles Aufspüren der Fakten und nüchterne Feststellungen: „…An der empfindlichsten Stelle, wo Ernst Mays Generalbebauungsplan ( 1959 ) ausdrücklich eine niedrige Bebauung empfohlen hatte, erlaubte die Stadtplanung später die Höhe von acht Geschossen…“ - und damit eine Zerstörung des Rheinpanoramas. (Helme Rahms 1974 ) Es entstand das Hotel Hilton und die auf einem Untergeschoß aufgesetzte und angeschlossene Rheingoldhalle,- für die noch freie, den Blick auf  den Rhein freigebende Fläche zwischen der voluminösen Halle und dem noch erhaltenen Fischtorblock mit seinen „Patrizierhäusern“ mußte nach dieser „Rheingold-Vorgabe“ für den dort später vorgesehenen Rathausbau eine Lösung gefunden werden, die einerseits die Uferzone nicht weiter und restlos zubaute und anderenseits den Repräsentationsbau als Solitär höhengerecht gegenüber der vielgesichtigen Umgebung sich absetzen und behaupten ließen. Der zur Teilnahme an  einem Architekten-Wettbewerb eingeladene bekannte und anerkannte dänische Architekt Arne Jacobsen stellte dabei eine überraschend klare Kompaktlösung vor, die einen genügend großen und großzügigen Freiraum zwischen Halle und Neubaus offenließ und auswies. Einstimmig und mit Abstand wurde ihm der 1. Preis zuerkannt. Trotz des eindeutigen Votums und der ausdrücklichen Bauempfehlung des Preisgerichtes versuchte ein starker partei-gebundener Teil des Stadtrates noch einmal an anderer Stelle eine Ansiedlung ins Spiel zu bringen und die Ausführung in dem „dänisch-modernen“ Stil und der vorgeschlagenen Lage und Anordnung zu verhindern. Der Bauauftrag wurde  dann aber doch – mit Mehrheit – erteilt. In der Frühphase der Bauzeit verstarb der Altmeister, -  viele redeten den Planern hinein und verhinderten, dass die Reinheit mancher Nutzungsgedanken und Vorstellungen auch verfolgt und umgesetzt wurden. So die Vorstellung von einem „Offenen Rathaus“, das vom Rhein und dem Ufer her über eine große einladende Treppe betreten, der Ratssaal erschlossen, die vielseitig zu nutzenden Halle durchschritten, die Büroräume  in den Obergeschoßen erreicht und der Weg hinaus auf die Plattform und in ein über eine Brücke erreichbaren Einkaufsbereich mit anschließenden Domplatz gefunden werden konnte. Dieser Zugang und dieses Offensein blieben ungenutzt, - die Türen blieben verschlossen. Eine Vorfahrt wurde ausgeschlossen. Zu der abstandhaltenden Plattform gehörte vor der Halle eine Fußgängerbrücke zu den Omnibushaltestellen mit einer rheinseitigen rollstuhltüchtigen Spindelrampe. Der Freiraum und Platz vor dem Rathaus wurde von der Stirnseite der Rheingoldhalle, von der später errichteten Front eines Kaufhauses und von der schräggestellten, diesem Freiraum zugewandten Front des Rathauses gebildet und begrenzt. Dem Zusammenhalt dienend und zur städtebaulichen Verankerung mit dem damals schon vorgesehenen Einkaufszentrum wurden von den Rathausarchitekten in gleicher Handschrift und Material eine breite Brückenverbindung  geschaffen und ein turmartiges Vorgebäude vorgesetzt, -  dem historische Eiserne Turm wurde respektvoll Platz und Mitte gelassen. Diese fast mittige Freistellung des alten Stadtturmes missachtend, ihn ignorierend und sichtmäßig abdeckend, wurde in den wohlproportionierten Freiraum eingegriffen, - er wurde durch einen glasumhüllten, die Garageneinfahrt abdeckenden Vorbau der Rheingoldhalle eingeengt, gestört und seiner Abstandsfunktion beraubt, - das bis dahin freistehende, von Gästen und deren Stadtführungen besonders beliebte eckpunktsetzende Rathauscafe  wurde abgedrängt und im Vorbau einbezogen,  die Behindertenrampe ersatzlos abgebaut, die Fußgängerbrücke zu den Omnibushaltestellen an der Quintinsstraße abgerissen und danach kein neuer Zugang auf die Plattform, zum neuen Eingang der Rheingoldhalle und zum Rathaus vorgesehen und geschaffen. Wo und wie soll da Zuneigung und Liebe der Mainzer für „Das da vorne“ entstehen. In der Frühphase der Bauzeit verstarb der Altmeister, - viele redeten den Planern hinein und verhinderten, dass die Reinheit mancher Nutzungsgedanken und Vorstellungen auch verfolgt und umgesetzt wurden. So die Vorstellung von einem „Offenen Rathaus“, das vom Rhein und dem Ufer her über eine große einladende Treppe betreten, der Ratssaal erschlossen, die vielseitig zu nutzenden Halle durchschritten, die Büroräume  in den Obergeschoßen erreicht und der Weg hinaus auf die Plattform und in ein über eine Brücke erreichbaren Einkaufsbereich mit anschließenden Domplatz gefunden werden konnte. Dieser Zugang und dieses Offensein blieben ungenutzt, - die Türen blieben verschlossen. Eine Vorfahrt wurde ausgeschlossen. Zu der abstandhaltenden Plattform gehörte vor der Halle eine Fußgängerbrücke zu den Omnibushaltestellen mit einer rheinseitigen rollstuhltüchtigen Spindelrampe. Der Freiraum und Platz vor dem Rathaus wurde von der Stirnseite der Rheingoldhalle, von der später errichteten Front eines Kaufhauses und von der schräggestellten, diesem Freiraum zugewandten Front des Rathauses gebildet und begrenzt. Dem Zusammenhalt dienend und zur städtebaulichen Verankerung mit dem damals schon vorgesehenen Einkaufszentrum wurden von den Rathausarchitekten in gleicher Handschrift und Material eine breite Brückenverbindung  geschaffen und ein turmartiges Vorgebäude vorgesetzt, - dem historische Eiserne Turm wurde respektvoll Platz und Mitte  gelassen. Diese fast mittige Freistellung des alten Stadtturmes missachtend, ihn ignorierend und sichtmäßig abdeckend, wurde in den wohlproportionierten Freiraum eingegriffen, - er wurde durch einen glasumhüllten, die Garageneinfahrt abdeckenden Vorbau der Rheingoldhalle eingeengt, gestört und seiner Abstandsfunktion beraubt, - das bis dahin freistehende, von Gästen und  deren Stadtführungen besonders beliebte eckpunktsetzende Rathauscafe  wurde abgedrängt und im Vorbau einbezogen, die Behindertenrampe ersatzlos abgebaut, die Fußgängerbrücke zu den Omnibushaltestellen an der Quintinsstraße abgerissen und danach kein neuer Zugang auf die Plattform, zum neuen Eingang der Rheingoldhalle und zum Rathaus vorgesehen und geschaffen. Wo und wie soll da Zuneigung und Liebe der Mainzer für „Das da vorne“ entsteh weiter ↦


Die Tragödie Zollhafen

 

08.10.12 | >Planlos . Rendite vor Städtebau In einer der ersten Kanis-Kolumnen wurde am 13. Januar 2010 erwartungs-optimistisch nach den Chancen „der Stadt hin zum Rhein“ und bei der Bebauung des ehemaligen Zollhafengeländes geforscht und gefragt: „Wenn eine Stadt eine nicht wiederkehrende Chance hat, auf einer langen Uferstrecke mit einer Wohn- und Kulturbebauung bis an den Rhein vorzurücken, dann ist helle Wachsamkeit erforderlich. Es ist dann darüber zu wachen und nachzuforschen, ob diese Situation  nicht auch einmalige Chancen - über eine reine Oberflächenbebauung hinaus -  für städtebauliche Veränderungen und Bereinigungen bietet und hat. Dazu ist forschend ganz nüchtern und unvoreingenommen zu fragen: muss das vorhandene Hafenbecken überhaupt erhalten werden, muss, wenn ein Bedarf  bestehen sollte oder eine Bereicherung des Bebauungsgebietes dies erstrebenswert erscheinen läßt, das Hafenbecken in voller Größe erhalten bleiben, wie kann die Rheinallee oder der freie Streifen daneben !! - tiefer gelegt und die Trennung der Neustadt vom Rhein überwunden und aufgehoben werden, wie kann das Tieferlegen für die Erschließung weitflächiger Tiefgaragen mit genutzt und herangezogen werden, wie kann die „Baugrube“ Zollhafen für eine Tunnelverbindung mit Mainz-Kastel plan- und zeitgerecht mit einbezogen werden. Diese grundlegenden Verkehrs- und Erschließungsfragen sind fundamental und können nicht  beiseitegeschoben werden. Erst nach „Klärung des Untergrundes“ kann mit einer seriösen und ehrlichen Suche nach einer bestmöglicher Gestaltung der Bebauung begonnen werden. Mainz hat ( noch ) die Chance, einen von Zwängen befreite „Zollhafenlösung der Zukunft“ zu finden und zu realisieren.“ Heute - zweieinhalb Jahre danach – kann von städtebaulicher Kraft und klarer, der Stadt und derer Zukunft dienender Zielrichtung nicht mehr gesprochen werden, - im Gegenteil. In Mainz werden die Bürger und ein junger Oberbürgermeister von rein renditeorientierten Firmen und Gesellschaften privatkapitalistisch vorgeführt und aller Träume von einem  sonnendurchflutenden, stadtteilgerechten Wohnen und Leben am Strom beraubt. WER  PLANT  HIER  EIGENTLICH  ? Statt die Neustadt an den Rhein heranzuführen, statt die sich langstreckenhinziehende Barriere „der zu einer brutalen Verkehrsstraße verkommenen Rheinallee“ zu beseitigen, statt dem Problem des in Mainz-Kastel und Mainz auf die Stadtbrücke sich konzentrierenden und sich auf die ganze Rheinstraßenachse sich ausdehnenden Verkehrs zuzuwenden, statt das Gewerbegebiet mit einer schon seit den 70iger Jahren geforderten und diskutierten Brücke bzw. Tunnel verkehrsabschöpfend und lärmmindernd mit Mainz-Kastel zu verbinden und dabei umgekehrt die Bewohner der neuen Siedlungsgebiete „nach Mainz zu holen“, statt das Parken unterirdisch großzügig vorzusehen und die Bebauung verkehrsfrei zu halten, und statt gemeinsamen Städtebau beidseits des Rheins anzustreben und zu ermöglichen „schenken“ die Stadtwerke der Stadt - vor jeder Gesamtplanung - erst einmal ein Museum, wird privatherrlich unter dem Motto „Wohnen am Wasser“ im wahrsten Sinne des Wortes oberflächlich ein Vorgaukelwettbewerb auf wenige Architekten beschränkt ausgeschrieben, das Ergebnis dann bauherrengewünscht durchgemischt und weiter immer wieder – nach Einsprüchen hin bis zu Lärmschutzvarianten – verändert. Schon bald wurden Gebäude und Grundstücksteile verkauft und neuerlich ohne gültigen Bebauungsplan mit „vorgezogenem Baurecht“ briefmarkenmäßig dicht am Rhein, markant nach vorn geschoben und in den Uferstreifen vor dem historischen - auch einzelverkauften - Weinlager-Gebäude symbolhaft ein weitgehend gewerbegenutzter, zur Gestaltung freigegebener  „Bauklotz“ genehmigt, - dafür werbegesteigert nunmehr  - „Jetzt sind die Architekten ran“ -  ein international zusammengerufener ( Fassaden) Wettbewerb, - für „Einzelbau-Dekorateure“ ?. Dies alles, obwohl noch nicht einmal die Park-, Garagen- und  Verkehrsprobleme  angesprochen und auch nur annähernd geklärt sind, - nicht einmal geklärt ist die Frage, wozu und für wen das verlassene Hafenbecken dient und wer es pflegt und die hohen Unterhaltungskosten trägt. Mainz im Streben nach Höher weiter ↦


Eine Vision: Rheinburgen – Lebensraum der Zukunft

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01.06.12 | Das Mittelrheintal zwischen Lorch/Bacharach und St. Goar/St. Goarshausen ist ein interessanter, vielseitiger und landschaftsverbundener Lebensraum – er stellt eine Art „Straßendorf" mit Mittelstadtcharakter dar. Die Zukunft liegt im Zusammenschluss zu einer Landschaftsstadt „Rheinburgen". weiter ↦


Lärm im Rheintal

 

15.03.12 | m wird bekannt und bestätigt, daß die Landesregierung Rheinland-Pfalz sich mit der Förderung der Ausweitung des Fährbetriebes bis Mitternacht befaßt und Ruhe in die lang und heftig geführte Diskussion um den Bau einer Rheinbrücke zwischen St. Goar und St Goarshausen zu bringen versucht, schon lärmt ein Leser in der Rhein-Zeitung auf unterstem Diskussions-Niveau und unterstellt, daß diese „zugunsten einer Betreiberfamilie ..auf mittelalterliche Methoden“ setzt. Ein Landrat nutzt den Bericht und die Meldung und setzt unbeirrt und kampfgezielt hinzu „ Wir (?) fordern nach wie vor die Brücke.“ Diese vordergründigen Versuche , die bisher geführte Diskussion lärmhaftverbal am Leben zu erhalten und womöglich fortzuführen, läßt Interessen-Einseitigkeit vermuten und klammert die Gesamtproblematik des „burgengesäumten romantischen oberen Rheintales“ zugunsten und eingeschränkt auf einen Teilbereich aus, - auch kann das Fehlen einer von manchen geforderten Brücke im Tal nicht für den Bevölkerungsschwund verantwortlich gemacht werden. Eine bei Zeltingen-Rachtig hoch über die Mosel geführte Strecke einer Autobahn macht ein hohes, von vielen als landschaftsstörende Brücke angesehenes Bauwerk erforderlich, -  Lärm der Straße wird aber für die Anwohner im Tal nicht oder kaum zu hören sein. Bei dem großen Gesamtthema Lärm im Rheintal aber wäre bei einer im Tal liegenden Brücke durch die Konzentration auf e i n e  Überfahrt und dem zusätzlich zu erwartenden Fremd- und Durchgangsverkehr ein sich deutlich erhöhender Straßenlärm und wohnqualitätsmindernde  Belastungen für die Anwohner mit zu berücksichtigen. Ganz abgesehen von dieser Verkehrs- und Straßenlärmproblematik an dieser Stelle stellt der Bahnverkehr, vor allem durch den europäischen Gütertransport, im gesamten Rheintal den eigentlichen und größten Lärmfaktor und eine unzumutbare Tages - und Nacht-Störquelle dar. Die Bahn - seinerzeit neben den Schiffen auf dem Rhein begeistert willkommen geheißen -  hat mit der technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nicht Schritt gehalten und setzt auch heute noch u.A. - zumindest die Deutsche Bahn – „mittelalterlich“ anmutende Waggons bei dem Gütertransport ein. Vorausschauender und vorsorgender ist man im Bahnland Schweiz: dort  wurde bei dem Bundesamt für Verkehr schon vor 10 Jahren die Stelle eines Beauftragten zur Bekämpfung des Bahnlärms eingerichtet, - mit Erfolg. Bis 2015 werden z.B. alle Güterwagen von schweizerischen Haltern saniert oder neue angeschafft sein. Dieser Zielsetzung sollte Bahn und Regierung auch in Deutschland folgen, -  die EU-Gemeinschaft sollte - zumindest für diese Landschafts- und Schutzzonenstrecke am Rhein - ein striktes Gebot für den ausschließlichen Einsatz von sanierten oder Neubauwaggons erlassen und durchsetzen. Wenn dann auch noch die Geschwindigkeiten der Züge verringert und die Zeitabstände zwischen den Transporten womöglich vergrößert werden, hätten die Menschen im Tal - die Bewohner, die Gastgeber und Touristen -  kurzfristig eine Perspektive auf eine zeitnahe Erleichterung und eine berechtigte Hoffnung, daß mittel- und langfristig auch grundsätzliche Lösungen angegangen werden könnten: die seit vielen Jahren vorliegenden Tunnelpläne, die inzwischen ebenfalls vorliegenden Pläne für eine Begradigung und Verkürzung der Strecke mit Bergdurchstichen oder eine gänzlich neue Streckenführung außerhalb des Tales. So könnte in einer der schönsten Landschaften unseres Landes ein pulsierendes Leben sich wieder entwickeln, lärmgeschützte Wohnqualität wieder entstehen und Gäste und Touristen wieder froh empfangen, - es könnten hierfür schon jetzt in gemeinschaftlicher Grundhaltung landschaftsschützende Pläne erarbeitet, gefördert und den Bewohnern eine Zukunft gesichert, - ein Weltkulturerbe auch für nächste Generationen erhalten werden. &nb weiter ↦


Die Ludwigsmeile

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10.08.11 | In Mainz wächst im Zentrum der Stadt ein Einkaufsbereich zwischen dem Bahnhof am Römischen Theater und dem Hauptbahnhof heran, der in manchen Bereichen ein südländisches Wohlfühl-Flair ausweist und nach weiteren Verweilzonen und Flaniermeilen verlangt. weiter ↦


Stadtgedanken 2011 . Bestandsaufnahme . Zukunft

 

01.02.11 | In einer vom Oberbürgermeister einberufenen Gemeinschaftssitzung aller Fachleute wurde 1972 in Mainz seitens des Städtebaubeirates plakativ das „Rohrpostsystem“ zur Diskussion gestellt: weiter ↦


Stadtgedanken 72 . Rückblick . Vorausblick

 

25.01.11 | Im Jahre 1972 standen wieder einmal die Verkehrsprobleme der Stadt in der Diskussion, -Straßenbau-Ingenieure legten Pläne vor, die sogenannte – autobahnähnliche – „Stadtkerntangenten“ bis ins Kerngebiet der Innenstadt vorsahen, - der Städtebaubeirat stemmte sich in einer öffentlichen, vom Oberbürgermeister einberufenen Sitzung dagegen: weiter ↦


Die Bahn und das Rheintal — Notwendigkeit . Verträglichkeit

 

23.11.10 | Wenn man die Karte von  Europa ansieht, wird deutlich, dass eine leistungsfähige Transportverbindung zwischen Rotterdam und Genua eine Notwendigkeit darstellt. weiter ↦


Welterbe Mittelrhein . Erhaltung und Zukunft

 

09.11.10 | Wenn eine Region oder ein ganzes Tal als Welterbe eingestuft und anerkannt wird, dann wird insbesondere auch anerkannt, dass die Bewohner und die Verantwortlichen verstanden haben, diese Landschaft und den Lebensbereich unverfälscht und sorgsam zu erhalten - es bedeutet nicht, den derzeitigen Zustand festzuschreiben und ein für alle Mal gänzlich unverändert zu belassen - es sollen sicher keine „verstaubten Museen“, aber auch keine „lustigen Disney-Landschaften“ entstehen. weiter ↦


Das Mittelrheintal. Mensch und Landschaft

 

26.10.10 | Das mitten in Europa liegende und zum Welterbe erhobene Teilstück des Rheins zwischen den Ballungs- und Wirtschaftsgebieten Mainz und Koblenz stellt ein weltweit bekanntes und besungenes Kleinod einer romantisch und idyllisch geprägten landschaftlichen Einheit mit  Fluss, Felsen und weinbepflanzten Steilhängen dar - das Lied von der Loreley kündet davon. weiter ↦


E r l e b e n . B e l e b e n

 

22.12.09 | Wenn man vom Rhein und das Rheintal spricht, dann denkt man vor allem an das als Kulturerbe ausgewiesene und geschützte Mittelrheintal, - man denkt als Besucher und Tourist an schwere Schubschiffe und an die großen Schiffe der weißen Flotte der Köln-Düsseldorfer, man denkt an Sonne und Freizeit, - an viel Zeit - in jahreszeitlicher Begrenzung. weiter ↦


Die Versorgung einer Stadt

 

15.12.09 | Wenn in einer Stadt früh vor dem Tag die meisten Menschen noch schlafen, dann sind viele andere – wie die Heinzelmännchen – schon unterwegs, um die Stadt und die Bevölkerung mit Brot, Milch, Getränken und frischen Obst zu versorgen, - lastwagenvoll. Wenn man sich für diesen Vorgang ein rationales und effektives System ausdenkt, dann könnte man sich eine ideale oder zumindest günstige Lösung so vorstellen, dass – möglichst „mitten in der Stadt“ - ebenerdig Bahn-Waggons und genau darüber auf einer überdachenden Plattform Lastwagen entladen und von da aus die Lieferungen abgeholt oder mit kleinen Transportern den Läden, Verkaufsstellen, Heimen und Krankenhäusern zugestellt werden könnten. Auf so einer Über-den-Gleisen-Plattform könnten verschiedene Hallen und Verwaltungsbauten, Parkplätze und Versorgungseinrichtungen für die Fahrer errichtet werden, - zur Kostendeckung wäre eine wirtschaftliche Nutzung anzustreben. weiter ↦


Der Geburtstag

 

08.12.09 | Es geschieht nicht alle Tage, dass eine Hochschule sich in die Namensgebung für die neue Straße, Zufahrt und den Zugang zum Hochschulgelände einmischt und hierfür eine Persönlichkeit mit Vorbildcharakter auswählt,    die Fachhochschule Mainz tat es,    mit Lucy Hillebrand, in Mainz geboren und aufgewachsen, dem Geist und Zielen des deutschen Werkbundes verbunden. In den 20iger Jahren wurde sie als jüngstes Mitglied berufen und ausgezeichnet, in einem Jahrzehnt, als Prof. Theodor Heuss – der spätere erste Bundespräsident – langjähriger Geschäftsführer des deutschen Werkbundes war. weiter ↦


Gartenzäune am Wege

 

01.12.09 | Wenn Hochschulen, Institutionen, Anstalten und andere Einrichtungen, Firmen und Persönlichkeiten mit Erfolgen und Leistungen den Namen der Stadt in die Medienwelt hinaustragen, so dienen sie dem Ansehen und dem guten Ruf der Stadt. weiter ↦


Innenstadt . Einkaufsstadt

 

24.11.09 | Aus innerstädtischen Einkaufsstrassen wurden Einkaufszonen, die zu ganzen, stadtteilumfassende Einkaufs- und Erlebnisbereiche zusammenwuchsen und folgerichtig als Fußgängerbereiche ausgewiesen werden, - werden mußten. weiter ↦


Einkaufszonen . Einkaufsbereiche

 

17.11.09 | Wenn heute junge Menschen kaufen und einkaufen wollen, dann denken sie an das Internet, womöglich auch noch an die Prospekte der Versandhäuser. Wenn sie für den Alltag einkaufen wollen, den gehen sie in naheliegende Supermärkte und in die Einkaufstrassen der Vororte oder fahren zu den großen Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“, die Frage stellt sich, gehen sie noch und wenn, dann wann und warum „in die Stadt“ Die Innenstadt als pulsierendes vielseitiges Einkaufs, - Kino, - Museen, - Gaststättenzentrum, das für alle Generationen einen gern besuchten Erlebnisraum darstellt, ist keine Selbstverständlichkeit und Anziehungspunkt mehr. In vielen Städten sind diese Zonen mit Leerständen durchsetzt und zahlreiche  Innenstädte leiden unter den Verlust von privaten und persönlich geführten Spezialgeschäften. weiter ↦


Verkehr und Straße

 

15.11.09 | Wenn selbst der amtierende Baudezernent öffentlich feststellt und klagt, dass sich in Mainz die Rheinallee „zu einer brutalen Verkehrsstraße“ entwickelt hat, dann wird es – zumal dies auch in vollem Umfang für die Adenauer Allee, die Rheinstraße, die Weisenauer- und Wormser Straße – gilt - höchste Zeit, diesen Zustand zu ändern, dieser Krankheit zu Leibe zu rücken und eine Gesundung dieser Stadtwunde anzustreben. weiter ↦


Die Stadt und ihre Straßen

 

27.10.09 | Wenn eine Stadt sich zu ihrer Geschichte bekennt und Erinnerungen pflegt, dann wird dies auch durch die Auswahl der Straßenbennungen und der Hinweisschilder sichtbar und deutlich. weiter ↦


H a l t u n g . G e i s t . R i c h t u n g

 

20.10.09 | Wenn eine Bildungsstätte, eine Hochschule, einen Neubau, den ersten Bauabschnitt eines ganzen Areals, bezieht und zusammen mit einer großen Aula und einem „Innenhof der Diskussionen“ ein neues, öffentlichkeitsoffenes Denkzentrum schafft, stellt sich die Frage nach Haltung, Geist und Richtung, - nach Ausrichtung und Zukunftsplanung. weiter ↦


Autobahn und Städte

 

13.10.09 | Wenn man von einer Autobahn  spricht oder an sie denkt, dann sieht man das blaue Schild vor sich, -links und rechts die getrennten Fahrbahnen: die Deutsche Autobahn, - einmalig, - unveränderbar. weiter ↦


Stadt und Touristik

 

06.10.09 | Wenn man eine Stadt – und sei es die eigene – kennenlernen will, dann gibt es viele und verschiedenartige Möglichkeiten, - eine davon ist der in vielen Städte praktizierte Einsatz eines „Bähnchens“. So ein vornehmlich von Touristen genutztes, meist und in Vielzahl von einer „Lokomotive“    gezogenes Waggongefährt soll einen raschen Überblick und Einblick in das Stadtgefüge und das erste Heranführen an besondere Sehenswürdigkeiten  ermöglichen. Bei aller kaum vermeidbaren Informations-Oberflächlichkeit solcher Einstundenfahrten bleiben diese und das Gefährt mit dem dabei gewonnenem Eindruck von der Stadt in fester und langwirkender Erinnerung. weiter ↦


Stadt und Rathaus

 

29.09.09 | Wenn in einer Stadt mit Tradition und Geschichte ein markantes Gebäude errichtet werden soll, muss Weit- und Voraussicht geübt werden. Es muss vorausgeschaut und die städtebauliche Veränderung des Stadtgefüges – beginnend beim Verkehr – berücksichtigt werden ,- auch wenn, wie in Mainz in den 50iger Jahren, noch alles in Trümmern liegt oder eine Brache besteht. weiter ↦


Menschen am Mittelrhein

 

22.09.09 | Wenn man nach vielen Jahrhunderten mitten in einer unbeschädigten Welterbe-Stromlandschaft eine Strassenverkehrsbrücke bauen will, dann will man verändern, -und dies gründlich. Man will das Leben und die Lebensgewohnheiten der Bewohner grundlegend verändern. weiter ↦


Stadt hin zum Rhein

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15.09.09 | Wenn eine Stadt eine nicht wiederkehrende Chance hat, auf einer langen Uferstrecke mit einer Wohn- und Kulturbebauung bis an den Rhein vorzurücken, dann ist helle Wachsamkeit erforderlich. Es ist dann darüber zu wachen und nachzuforschen, ob diese Situation  nicht auch einmalige Chancen - über eine reine Oberflächenbebauung hinaus -  für städtebauliche Veränderungen und Bereinigungen bietet und hat. weiter ↦


Stadt und Baum

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07.09.09 | Wenn man von einem Baum spricht und an einen Baum denkt, dann denkt man an„ den Baum in Nachbarsgarten“, an das Lied „..wo wir ins finden unter den Linden“ an Bäume im Park, auf Höhen und  an Alleen, -auch schon mal an das Sprichwort „ den Wald vor lauter Bäume“ nicht zu sehen. weiter ↦


Die Kaniskolumne

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01.09.09 | Sehr verehrte Leserinnen und Leser, - der Werkbund ist ein Ort kritischer Auseinandersetzungen und Diskussionen, eine Kolumne, columna, ist e i n e der tragenden Säulen des Werkbundgebäudes, - sie ist ein M e i n u n g s b e i t r a g und zugleich Anregung , über den Tag hinauszusehen. weiter ↦