Der Deutsche Werkbund e.V. hat auf dem Werkbundtag 2012 in Koblenz eine Resolution zum aktuellen Vorschlag für die Bebauung des Loreley-Plateaus verabschiedet, die wir hier dokumentieren:

Für eine landschaftsverträgliche Entwicklung
auf dem Loreley-Plateau.
Gegen Bauprojekte an der Hangkante des Loreley-Felsens.
Der aktuell diskutierte Bebauungsvorschlag für den Loreley-Felsen umfasst drei Bauprojekte: Auf dem Areal des ehemaligen Campingplatzes unmittelbar an der Hangkante mit Blick auf die Burg Katz soll ein Hotel entstehen, ein weiteres Hotel sowie ein Jugendgästehaus sollen die bestehende Jugendherberge ersetzen.
Unbestritten: Das Loreley-Plateau muss weiterentwickelt werden, seine in die Jahre gekommenen Beherbergungsbetriebe bedürfen der Modernisierung. Die Loreley ist das Aushängeschild des romantischen Rheins und eine Landmarke im Weltkulturerbe von internationalem Rang. Erlebnisraum der Natur und Panoramaschönheit des Felsens sind einzigartig am Rhein. Der Besuch des Loreley-Plateaus ist ein Höhepunkt jeder Rheinreise.
Diesen Ort qualitätvoll weiterzuentwickeln und Fehler der Vergangenheit zu korrigieren ist aus Sicht des Deutschen Werkbunds dringend geboten. Der jetzt diskutierte Vorschlag allerdings widerspricht jeder Maßstäblichkeit, die dieser Ort verträgt und verdient. Es geht auf Kosten einer behutsamen und geordneten Entwicklung des Tourismus im Rheintal.
Die auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Werkbunds e.V. in Koblenz versammelten deutschen Werkbünde treten entschieden und energisch diesem Vorhaben entgegen und ersuchen die Verantwortlichen in der Kommunal– und Landespolitik, jeden Bebauungsvorschlag abzulehnen, der die landschaftliche
Unversehrtheit des Loreleyfelsens und seiner Hangkanten zum Rhein beeinträchtigt.
Koblenz, 29. September 2012
Die Vorstände des Deutschen Werkbunds